Augenblick mal! oder: Blinde Flecken

Sprache, Kommunikation, Miteinander hat viel auch mit dem Augen-Blick zu tun. Oft zählt ein erster Blick, ein erster Eindruck, um ein Gegenüber einzuschätzen. Doch was, wenn ein Mensch die ihm angebotene Tasse Tee nicht entgegennimmt, wenn er in einer Menschenansammlung nervös und unsicher wird, wenn er dauernd stolpert, wenn … …

Solche Menschen gelten schnell mal als unbeholfen – weil sie vielleicht etwas umstoßen, das sie einfach nicht sehen können, obwohl es aus Sicht der anderen doch direkt im Weg steht – oder als unkommunikativ, vielleicht gar als arrogant – weil sie den Bekannten auf der Straße nicht grüßen, der doch extra freundlich winkt – und vielerlei Einschränkungen und Missverständnisse mehr.Foto: Anders Lang. Mit freundlicher Genehmigung.

Der Hamburger Journalist und Filmemacher Anders Lang hat – aus eigener Betroffenheit und weil er es kann – einen Film über das Leben mit einem eingeschränkten Gesichtsfeld gedreht.

http://www.blindefleckenfilm.de/

Menschen, die wie Anders Lang zum Beispiel nach einem Schlaganfall zwar wieder recht scharf sehen, aber eben nur noch einen Ausschnitt der sie umgebenden Welt, müssen sich gesundheitlich wie gesellschaftlich wieder ins Leben kämpfen. Das will der Film „Blinde Flecken“ eindrücklich im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen führen. Und wie es auf der Homepage heißt:

‚Im Kino lässt sich das Thema „Gesichtsfeldausfall“ durch ein intensives sinnliches Erlebnis zugänglich machen. Dadurch wird das eingeschränkte Sehen für alle sichtbar und bietet Raum für einen lebendigen Austausch.‘

Der Film kommt noch im Frühjahr 2018 auf die Leinwand.

https://www.startnext.com/blinde-flecken

Ich bin gespannt auf den Film und den Austausch!